Lucia Gnant gibt Tipps gegen Kopfschmerzen
Die Autorin stellte ihr Buch „Migräne – nein Danke!“ – aktiv vorbeugen und behandeln – vor. Sie möchte damit all denen helfen, die an dieser Krankheit leiden.
Genau zehn Jahre ist es jetzt her, dass die Wahl-Bautzenerin Lucia Gnant das erste Mal in der Migräneklinik in Königstein im Taunus behandelt wurde. Dort lernte sie den Spezialisten Dr. Jan Brand kennen, der als eine Kapazität in der Migräne-Therapie gilt.

Da Lucia Gnant von ihm während ihrer Behandlung viel gelernt hatte, lag es ihr am Herzen, dieses Wissen an andere weiterzugeben, die ebenfalls unter dieser Krankheit leiden. Deshalb schrieb sie jetzt ein neues Buch zu diesem Thema. Im April 1998 hatte sie erstmals Jan Brand zu einem Vortrag nach Bautzen geholt. Das war gleichsam die Geburtsstunde der Bautzener Migräne-Selbsthilfegruppe. Diese wird seither von Lucia Gnant geleitet und trifft sich regelmäßig an jedem letzten Montag im Monat im Frauenzentrum in der Reichenstraße 29. In Zusammenarbeit mit Jan Brand hatte Lucia Gnant bereits vor einigen Jahren das Buch „Migräne -Krankheit oder Ausrede“ veröffentlicht, das in der Zwischenzeit sogar eine zweite Auflage erlebte. Nun stand vor der Autorin die Frage, eine dritte, überarbeitete Auflage herauszubringen, oder gleich ein neues Buch zu schreiben. „Ich entschied mich für die letztere Variante, da sich inzwischen viele neue Erkenntnisse ergeben haben“, sagt Lucia Gnant. Wiederum konnte sie Jan Brand als Co-Autoren gewinnen. „Ein Buch, das die Krankheit sowohl aus der Perspektive des Arztes, als auch aus der des Patienten beleuchtet, ist schon eine Rarität“, sagt Lucia Gnant. Am Montag stellte sie das Werk den Mitgliedern der Bautzener Migräne-Selbsthilfegruppe vor. Sie las aus ihrem ganz persönlichen Erfahrungsbericht. So erzählte sie, dass beide ihrer Großmütter unter Migräne litten und trotzdem ihr Leben unter weitaus schwierigeren Bedingungen meistern mussten, als wir heute. „Ich möchte damit meine Leidensgenossen zum Nachdenken anregen“, sagt die Autorin. „Denn zum Glück verfügen wir heute über viele Hilfsmittel und Behandlungsmöglichkeiten, von denen unsere Großeltern nur träumen konnten.“
Außerdem wollen sie ihren Lesern Anstöße geben, etwas zu verändern. „Es gibt immer etwas, was man verändern kann!“, ermutigt sie Migränepatienten. Und als Beispiel führt sie an: „Da ich beim Auftreten der Migräne sehr unter Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit leide, gehe ich eben statt in den Supermarkt lieber auf dem Wochenmarkt einkaufen.“ Und Lucia Gnant ermuntert Betroffene, selbst danach zu forschen, was ihnen gut tut, welcher Sport zum Beispiel und welche Ernährung. Sie äußerte sich sehr erfreut darüber, dass Krankenkassen sich jetzt endlich auch des Themas annehmen und Programme zur Aufklärung und Vorbeugung anbieten.
Das Buch „Migräne – nein Danke!“ ist erhältlich bei der Autorin Lucia Gnant, Römerstraße 35, 69181 Leimen. Es kostet 5 Euro. ISBN 3-89075-178-4.
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